đ FĂ€llt Schenkungsteuer bei niedrig verzinsten Darlehen an?Â
- 20. Juni 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Juni 2025
In der Beratungspraxis sehe ich oft folgenden Fall: Vater/Mutter gewĂ€hrt Darlehen an Kind zu einem Zinssatz von 1 % p.a.Â
Doch:
 đ Ist der Zinssatz fremdĂŒblich?
 đ Wenn nicht â liegt dann eine schenkungsteuerbare Zuwendung vor?
đ§ââïž Der BFH hat hierzu aktuell entschieden (Urt. v. 31.07.2024 â II R 20/22):
 Fall: Schwester gewĂ€hrt Bruder ein Darlehen ĂŒber 1,875 Mio. ⏠bei 1âŻ% Zins â der marktĂŒbliche Zins lag laut Deutsche Bundesbank bei 2,81âŻ%.
 âïž Das Urteil in KĂŒrze:
 â Zinsvorteil = Schenkung? Ja, die verbilligte DarlehensgewĂ€hrung ist eine gemischte Schenkung.
 â Bemessung der Schenkung: Differenz zwischen 2,81âŻ% (Marktzins) und 1,00âŻ% (vereinbarter Zins) â 1,81 % p.a.
 â Nicht zulĂ€ssig: Der gesetzliche Zinssatz von 5,5âŻ% (§ 15 Abs. 1 BewG) ist - entgegen der Auffassung des beklagten FAs - dagegen nicht als Zins heranzuziehen, wenn ein konkreter Marktzins nachweisbar ist (z.âŻB. durch Deutsche Bundesbank-Daten).
đ Praxis-Tipp fĂŒr Gestaltungen:
 â Marktzins belastbar dokumentieren
 â Zinsvorteile verbrauchen FreibetrĂ€ge â auch bei scheinbar geringen Abweichungen




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